
1958 Amsterdam
Wernher von Braun Spilt The Beans
The 1958 von Braun Interview is Pure, Unfiltered 1958 Reality. If we strip away every later Apollo narrative, every NASA documentary, every “father of the Saturn V” mythology, and just look at what Wernher von Braun actually said on German television in September 1958, with the knowledge and data available to him at that exact moment, the interview is a stunning snapshot of how little the rocket establishment really understood about the space environment only eleven years before Apollo 11. Here is the brutally honest description, based only on the verbatim transcript and the Explorer 1–4 data that existed in September 1958:
- Von Braun is genuinely shocked by the discovery
He calls the radiation belts “completely unexpected” and “a rather surprising thing”. This is not PR spin — you can hear the “uh… well…” pauses. The man who launched the satellite that found the belts is admitting on German television that they had no idea it was there.
- Von Braun gets the basic structure of the belts completely wrong
He states the dangerous radiation “only begins at about 1100 km altitude”.
In reality, Explorer 1, 3 and 4 (all launched on his own rockets in 1958) had already shown the inner belt starting at ~600–700 km and dipping as low as 300–400 km in the South Atlantic Anomaly. He is 700–800 km off — an error of almost two times the entire height of the ISS orbit today.
- Von Braun believes Low Earth Orbit is permanently safe for humans
He explicitly says a manned space station in Earth orbit is feasible “in a few years” and that “man can live there permanently” because the radiation only becomes dangerous above 1100 km.
That is flat-out false even by 1958 data — and catastrophically wrong by modern knowledge.
- Von Braun proposes polar launches as the solution
He correctly identifies that the magnetic field creates “windows” at the poles where particles are funnelled into the atmosphere. This is actually good physics — but it only works if you launch from a high-latitude site (e.g., Vandenberg or Plesetsk). Polar orbits are best achieved from launch sites at high latitudes because rockets launching into a polar orbit must cancel out or minimize the Earth's eastward rotational velocity to travel north-south. Launching from near the poles means there is less tangential speed to counteract, which saves significant fuel.
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Von Braun envisions Earth-orbit assembly and nuclear/ion propulsion
He describes building large ships in orbit and using advanced engines that are “too heavy to launch from Earth”. This is the classic von Braun 1950s vision (Collier’s, Disney films) — not a single giant rocket blasting straight to the Moon from Florida.
- Tone and atmosphere
He is optimistic, charismatic, and visionary — but the optimism is built on demonstrably incorrect assumptions about the radiation environment and humans in space. He is speaking from the knowledge available in September 1958… and that knowledge was primitive.
In short:
The 1958 interview in Amsterdam gives us a rare look at how little von Braun knew about space and space travel. You can see a guy who just found out that his dream of putting a man on the moon was further away than ever.
- He had just been blindsided by a major discovery (the belts)
- He still believed LEO was permanently habitable
- Thought the radiation problem began at 1100 km
- Saw the future as orbital assembly and advanced propulsion, not a direct flight to the moon
After eleven years, NASA allegedly figured everything out with a totally new setup, on a schedule that even von Braun discribed as unachievable. Just taking a glance at the 1958 reality check it makes the official Apollo narrative fall apart, right before your eyes
Credit video to: ARD Mediathek (public broadcaster archive) No copyright infringement intended.
Transcript:
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6 5 4 3 2 1 seconds Der Start des ersten amerikanischen Erzsatelliten des Explorer 1 am 31. Januar dieses Jahres war der bisherige Höhepunkt im Schaffen des Raketenforschers Wernh von Braun. Die höchste Auszeichnung der amerikanischen Armee war äußere Anerkennung für die
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Leistung des 46-jährigen Doktors der Philosophie. Blättern wir einen Augenblick in seinem Familienalbum. Wernh wurde am 23. März 1912 in Wirsitz in der Provinz Posen geboren. Hier sehen wir ihn zusammen mit seinem Bruder Siegesmund. Freier Magnus von Braun, der Vater, war
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damals Staatsbeamter. Seine Mutter erweckte in Wernhorliebe für Astronomie. In der Schule fiel Wernh durch seine große Begabung auf. In der Unterprima machte er bereits sein Abitur und vertrat dann den Mathematiklehrer in der Oberprima. Wernh von Braun hier in Penemünde seinen
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Träumen von der Raumfahrt schon ein gutes Stück näher gekommen, gehörte zum Mitarbeiterstab des Generals Dr. Dornberger. Auf dem Raketenversuchsgelände Penünde an der pommerschen Ostküste hatte Wernh von Braun an der Entwicklung der V2 gearbeitet. Die erste Großrakete der
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Welt ist zu einem guten Teil sein Werk. In Amerika konnte er nach dem Zusammenbruch seine Arbeit fortsetzen. 1947 heiratete Wernh von Braun seine Cousine Maria Luise von Quistorp. Hier das Ehepaar mit seinen beiden Töchtern. Der Unterwassersport gehört zu den erklärten Hobbys des Raketenforschers.
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Capt Ceveral in Florida jedoch ist das Feld, auf dem er seinem Jugendtraum vom Vorstoß in das Weltall mit Energie Abschnitt um Abschnitt vorantreibt. Zu den Entwicklungsstufen gehören Raketen wie die Honest John, eine Waffe, welche die Artillerie ersetzen soll, die Corporal, die erste einsatzfähige
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Rakete mit Fernlenkung und hier die Redstone. Höhepunkt der bisherigen Entwicklungsarbeit, aber wie gesagt die Jupiter C, die den ersten amerikanischen Satelliten auf die Kreisbahn um die Erde trug. In Amsterdam trafen sich in der vergangenen Woche Raketen und Weltraumforscher aus Ost und West zu
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friedlichem Gedankenaustausch. Auf dem Kongress der astronautischen Gesellschaft sah man den sowjetischen Forschered und Werner von Braun. In einer Kongresspause saß ich Werner von Braun gegenüber. Er gab uns ein Exklusivinterview. Herr Dr. Braun, Sie haben den ersten erfolgreichen amerikanischen
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Erzsatelliten gebaut. Inzwischen fliegen weitere ihrer Explorers um unseren Planeten. Was sind nun die wesentlichsten Forschungsergebnisse dieser Erzsatelliten? Na, zunächst mal haben wir rausgefunden, dass die Temperaturkontrolle in einem solchen Satelliten äh sehr viel
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einfacher durch zu führen ist, als viele Gelehrten uns äh versucht äh haben äh oder glauben machen wollten. Äh wir haben praktisch genau die äh Temperaturen in den Satelliten aufrechhalten können, für die wir sie ausgerechnet hatten. Zweitens haben wir Messungen gemacht über die Einschläge
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von äh Kleinstmeteoren und auch die haben im Wesentlichen bestätigt, was äh aus Sternschnuppen, Häufigkeitsmessungen und äh anderen äh Arbeiten äh vorausgesagt wurde. Die wichtigste der wichtigste Forschungsbeitrag mit den Explorer Satelliten ist jedoch wahrscheinlich die Entdeckung dieses
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Strahlungsgürtels, den unser Kollege Dr. James Van Allen vom Iowa State University mit seinen Geiger Countern und Cintillation Counters entdeckt hat. Äh, das war eine ziemlich äh unvorgesehene Sache. Äh, Jim van Allen war an sich hinterher, Messungen durchzuführen über die Dichte der
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kosmischen Strahlung und auf der Suche nach genauen Zahlen über kosmische Strahlungsdichte entdeckt er also plötzlich etwas, was er gar nicht erwartet hatte. Und ähm als ein Resultat dieser Entdeckung haben wir in Explorern 3 und auch vier und fünf dann die Messgeräte geändert, um
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sozusagen etwas tiefer diesem neuentdeckten Phänomen nachzbohren. Wird nun dieser Strahlenring den bemannten Raumflug unmöglich machen oder ihn doch wesentlich erschweren? Äh er wird ohne Zweifel die Sache etwas erschweren, aber es ist auch hier so wie mit allen Sachen, man muss sie erstmal
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richtig verstehen und dann gibt es auch Wege äh um die Schwierigkeit herum. Zunächst einmal äh ist ein Strahlungsgürtel äh beginnt dieser ganze Strahlungsgürtel nur von einer Höhe von etwa 1100 km ab. Und äh da ein äh Umlauf äh eine Umlaufbahn eines Satelliten bereits
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möglich ist von Höhen von etwa 400 km ab, äh besteht also ein breiter Streifen von äh ungefährdetem Gebiet, indem man ohne weiter auch bemannte Satelliten dauernd äh äh aufrechterhalten kann, ohne das Leben an Bord zu gefährden. Darüber hinaus äh liegt es in der Natur
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der Sache, dass direkt über den Polen oder in der Nähe der Pole äh der Strahlungusgürtel nicht vorhanden ist, weil äh die geladenen Teilchen, aus denen der besteht, äh sich in der Nähe des magnesischen Nord und Südpols äh herunterbeugen und dort der Stahlensgürtel direkt die Atmosphäre
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berührt. So dass man also sagen kann, direkt über den Polen gibt es keinen Stahlusgürtel. Da gibt es also ein Fenster, durch das man hindurch könnte. Ja, man könnte also theoretisch z.B., wenn das eine wirkliche Schwierigkeit sein wollte, in die Nähe vom Nordpol oder zum Südpol
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gehen und da einfach herausfahren, ohne je durch den Strahlungsgürtel hindurchz müssen. Darf ich an dieser Stelle weiterführen, die Raummedizin versucht äh den Menschen zu untersuchen und festzustellen, ob er in der Lage ist, dem Raum zu überleben. Sie versucht die notwendigen Mittel zu
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finden und zu erarbeiten, damit er überleben kann. Glauben Sie, Herr Dr. Braun, dass die Raummedizin heute schon soweit ist, dass ein bemannter Raumflug möglich wird? Ja, ähm es ist natürlich sehr schwer zu sagen, ob man auch auf dem Gebiet plötzlich in irgendwelche Überraschungen
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hineinkommt, aber äh nach meiner Beobachtung ist es immer so, dass wenn man mit den Raummedizinern spricht, dass die sagen, ja, wir sind fertig, wir warten auf eure Raketen. Und uns Raketenleuten wird dann von meistens nichtfachleuten gesagt, ja, aber die Raummedizin nicht. Äh, ich glaube nicht,
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dass da unüberwöhnliche Schwierigkeiten entstehen werden. Ich glaube aber, dass man sehr gut daran tut, alles sehr sorgfältig zu studieren und es wirklich so gut zu machen, wie nur irgendlich, um die Überlebenschance der Leute zu verbessern. Sie es kommt ja nicht nur darauf an, ob ein Mensch ähm
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getötet wird durch die Umweltsbedingung im Weltraum oder ob er sie überlebt. Das ist gar keine Frage, dass man ihn dafür sicher äh schützen kann. Und es kommt auch da darauf an, dass er arbeitsfähig ist, dass er eine äh seine Urteilskraft behält, denn wir verlangen sehr viel von
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ihm und er kann unter Umständen in überraschende Situationen hereinkommen, wo man eben verlangt, dass er seine fünf Sinne beisammen hat. Und das ist eigentlich der Kern des Problems. Die von den Russen abgeschossenen Erzsatelliten sind wesentlich schwerer als die der Amerikaner.
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Man hat nun die Vermutung angestellt, dass die Raketenmotoren der Russen sechs bis sieben mal so stark sind wie die stärksten amerikanischen. Halten Sie diese Vermutung für richtig und woher glauben Sie resultiert der Vorsprung der Russen? Ähm, im Prinzip ist es richtig, dass sie
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eine größere Rakete brauchen, wenn sie eine größere Notlast äh in eine Umlaufbahn bringen wollen. Und es ist kein Zweifel, dass die Russen für ihre Sputnicks, vor allen Dingen die letzten beiden Sputnicks, Raketen benutzt haben, die wesentlich größer sind als die, die
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wir in Amerika für denselben Zweck benutzt haben. Ähm, meine persönliche Auswertung äh dieser Tatsache äh ist einfach die, dass die Russen äh, sagen wir mal, Raketen mit sehr großer Reichweitenmöglichkeit benutzt haben, die sie bereits für diese Zwecke eingesetzt haben, während in
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Amerika sich solche Raketen noch im Erprobungsstadium befinden. Sie sind zwar auch schon, sie haben sich ja alle von dem Atlas äh ja von der Atlasrakete gelesen. Sche Raketen fliegen in Amerika auch schon, aber sie sind äh ohne Zweifel etwas äh zeitlich hinter der russischen
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Entwicklung zurück, zumindestens zurück gewesen. Das heißt also, sie glauben, dass dieser Vorsprung gerade aufgeholt wird? Ich will mal sagen, ich glaube, dass er auf alle Fälle aufgeholt werden kann. Äh, es fehlt mir die Kenntnis, was auf russischer Seite geschieht, um die Frage
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eindeutig beantworten zu können, aber ich kann Ihnen versichern, dass auf amerikanischer Seite man alles tut, um falls ein solcher Vorsprung bestätigen wieder einzuholen. In Los Alamos arbeitet man meines Wissens seit 3 Jahren an einem Projekt einer atomgetriebenen Rakete. Welche Folgen
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für die Raumfahrt würde eine solche Rakete haben? Es ist natürlich an sich sehr verlockend, die Atomenergie auch zum Betrieb von Raketen zu verwenden, aber die Sache ist nicht ganz so einfach, als sie auf der äh Oberfläche erscheinen möge. Zunächst mal haben wir alle diese atomischen Reaktoren
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gewisse Strahlungsbeiprodukte, Neutronenstrahlung, sowohl als auch Gammastrahlung. Und wenn Sie daran denken, Leute mit einer solchen Rakete zu betreiben, äh also mitfahren zu lassen, dann äh ist es unerlässlich, den natürlich einen gewissen Strahlungsschutz zukommen zu
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lassen. Dasselbe gilt aber auch für Bodenpersonal und selbst für Leute in der weiteren Umgebung der Startstelle. Und äh die Frage ist bis heute in keiner Weise geklärt, ob das, was der Atomantrieb an Vorteilen gewinnen bringt, nicht eventuell durch die Verluste, durch den Strahlungsschutz,
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der natürlich sehr viel wiegt, äh wieder größtenteils aufgewogen wird. Trotzdem muss man ja irgendwie mal anfangen und die Versuche, die da im Gange sind, haben eigentlich mehr oder weniger den Zweck äh die Ingenieure mal mit dem mit der Problematik vertraut zu machen.
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Ich glaube persönlich, dass die Atom äh Energie zum Antrieb von Raketen ihre große Zukunft haben wird für Flüge in die Tiefen des Weltenraums hinaus. Also für Flüge, die nicht am Boden anfangen, sondern in einer Umlaufbahn beginnen. Also z.B. von einer Satellitenbahn um
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die Erde zum Mond oder zum Mars oder zur Venus. Äh ich glaube, dort wird die Sache eine größere Zukunft haben, als für direkte Starts von der Erdoberfläche aus. werden zurzeit in Amerika besondere Antriebsmöglichkeiten für den Flug von Raketen im Raum erforscht, also das Stichwort Ionenmotor oder
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Photonenantrieb. Ja, auch diese an diese Art neuart Antriebe sind alle wohl im Wesentlichen äh aufgebaut auf atomischen Kraftquellen, wobei also der äh die Kernreaktion entweder Fischen oder Fusion, wie wir es nennen, also Zerfall oder Aufbau von Atomen, dazu benutzt wird, die Energie zu
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liefern. Und die Frage, ob man nun das mit Ionen macht oder mit einem einfachen normalen Ausströmgas oder ob man sogar zu der Photonenrakete übergeht, ist im Wesentlichen die zweite Frage, wie ich die nun verfügbare Atomenergie dazu umsetze, sie in Rückstoß zu verwandeln.
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Und es ist da ohne Zweifel so, dass wenn wir mal draußen sind im leeren Raum, dass man da alle möglichen Sachen machen kann, die für Start von der Erdoberfläche und innerhalb der Lufthülle undenkbar sind. Ionenantriebe sowohl als auch Photonenantriebe zum Antrieb von der Erdoberfläche an sind
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undenkbar. ob der endgültige Antrieb im leeren Raum nachher ein Ionenantrieb sein wird, was durchaus denkbar ist oder ein Photonenantrieb, für das wir heute für den wir heute noch nicht wüssten, wie wir ihn ingenieurmäßig lösen sollten. Er ist eigentlich nur eine theoretische
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Möglichkeit oder genauer gesagt ein Gedankenexperiment oder ob da vielleicht ganz andere Antriebe zustande kommen werden, lässt sich noch nicht übersehen. Ich habe gerade vor wenigen Tagen hier einen Vortrag von Professor Akeret aus Zürich angehört, der einen ganz neuartigen mit
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einem neuartige Methode vorschluch, Atomenergie in Raketenrückstoß umzuwandeln, die mir persönlich einen kolossalen Eindruck gemacht hat und die ich vielleicht für die aussichtsreichste von allen halte. Wo liegt das Prinzip? Das Prinzip liegt auch darin, dass er zunächst einen Reaktor hat, der Wärme
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erzeugt, aber anstatt damit dann äh direkt ein Gas aufzuheizen, treibt er damit durch ein Treibgas erstmal eine Turbine an. Mit dem mit der Turbine macht das Strom. Mit diesem Strom wird dann schließlich das Heizgas im Wege Umwege eines Lichtbogens so stark erhitzt, dass er wirklich eine
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sehr hohe Ausströmgeschwindigkeit bekommt, wenn dieses Treibgast dann endlich das Vakuum ausströmt. Die Frage ist, ob sich das leicht genug bauen lässt. Am 17. August wurde der erste amerikanische Versuch unternommen, eine Rakete auf den Mond oder in die Nähe des Mondes zu schießen.
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Nach den Presseveröffentungen sollen auch die Russen ähnliche Versuche unternommen haben oder unternehmen. Welche wissenschaftlichen Einsichten sollen diese Mondraketen nun bringen? Ja, es ist ja noch niemand auch nur in der Nähe des Mondes gewesen, so dass alles, was wir da messen können, nichts
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Neues. Z.B. weiß kein Mensch, ob der Mond ein Magnetfeld hat. Wir wissen sehr wenig über die Zusammensetzung von einer Mondatmosphäre, falls Reste einer solchen bestehen sollten, was durchaus möglich ist. Ähm, dann wissen wir natürlich sehr wenig über die Art der Zusammensetzung
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und die Härte der Mondoberfläche. Wenn wir mal eines Tars mit Schiffen auf dem Mond landen wollen, ist es doch gut zu wissen, ob das nun ganz staubiger äh staubige Asche dort ist und die Schiffe sozusagen bis über die Tanks in einem Aschenstaub versinken oder ob das eine relativ harte Oberfläche ist.
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Äh, die ersten Raketen, die nach dem Mond gezielt werden, können natürlich äh wegen der Beschränkung ihrer Zuladung nicht alle diese Probleme auf einmal lösen. Deshalb stehen wir am Anfang bisschen davor vor der Frage, was kann man an nutzbringenden wissenschaftlichen
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Messungen machen mit ein bisschen Pelot, ein bisschen Nutzlast. Ähm, eine der aussichtsreichsten Sachen ist natürlich, dass man die Rückseite des Mondes mal fotografiert und das Bild auf dem Bildfunkwege zurückschickt, denn die Rückseite des Mondes hat noch niemand gesehen.
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Welche sind die wesentlichen technischen Probleme einer Mondrakete? Na, zunächst mal muss man natürlich die genügend Geschwindigkeit haben, den Mond zu erreichen. Wobei die einfache Regel gilt, je schneller man diese Geschwindigkeit machen kann, umso kürzer wird die Fluchzeit und umso genauer wird
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auch das Zielproblem. Das heißt, man tut gut daran, den Mond mit etwas Übergeschwindigkeit äh zu beschießen, weil man dann durch Zeitfehler in der Freifluchzeit zum Mond äh wen ja Irrtümer begeht. Der Mond äh wandert ja etwa einen Monddurchmesser pro Stunde äh in seiner Umlaufbahn um die Erde.
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Wenn also die Flugzeit z.B. Anzah 60 Stunden 59 ist, was ein kleiner Fehler ist, dann ist der Mond bereits um einen vollen Monddurchmesser neben der Stelle, auf die sie gezielt haben. Und auf dem aus dem Grunde ist es praktischer äh etwas höhere Geschwindigkeiten zu
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wählen, selbst wenn man das mit Nutzlast bezahlen muss. Trotzdem ist den Mond zu treffen, ohne dass man noch mal die Bahn korrigiert, wenn man sich dem Mond etwas äh mehr genähert hat, reichlich schwierig. Und wenn die Rakete den Mond nicht trifft, dann würde sie den Mond umlaufen.
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Dann kann sie, wenn man es sehr geschickt und glücklich getroffen hat, äh den Mond umlaufen. Tatsächlich ist es so, eine Rakete in eine Umlaufbahn, um den Mond zu bringen, ist noch erheblich schwieriger als ein Mond zu treffen. Und dieses zu zu tun, ohne eine aktive
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Steuerung äh während der Annäherung des Mondes zu haben, ist so gut wie unmöglich. Solche eine Steuerung kann aber vorgesehen werden. Herr Dr. Braun, Sie haben vorhin gesagt, die Rückseite des Mondes fotografieren und das Bild zurück zur Erde schicken. Das klingt sehr fantastisch. Wie kann
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man so etwas machen? Ja, sie können sowas auf verschiedene Weise machen. Also ein Weg ist z.B. der, dass sie so ein dass ist Methode der Polaroid Kamera verwenden. Sie fotografieren den Mond. Sie kennen doch diese Polaroid Kamera, wo gleich der Entwickler hinten angebaut ist. Ja, an,
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wenn sie den Mond mit einer solchen Kamera fotografieren und es wird dann elektrisch dieser Entwicklungsprozess ausgelöst, dann haben Sie ja am Schluss nachher einen Positiv und dieses Positiv können Sie mit einem Lichtstrahl abtasten und dann nach der wohlbekannten Fernsehtechnik dieses Bild
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zur Erde zurückschicken. Da sie nun nur geringe Sendeenergie zur Verfügung haben und eine geringe Bandbreite, müssen sie dieses Zurücksenden sehr langsam machen, wenn sie eine gute Bildqualität brauchen. Aber sie brauchen die haben da ja nicht ein bewegtes Bild, sondern ein ruhiges
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Bild vor sich. Es ist also das Problem der Bildtelegrafie. Mm. Äh und nicht des Fernsehens. Wenn Sie sich eine Stunde Zeit nehmen, ein solches Bild zurückzufunken, dann kriegen sie ganz anstehendes Bild ähäh auf der Erde wieder zusammen. Darf ich verzeihen Sie so es also denkbar ist, sogar ein paar
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Bilder hintereinander zu machen und ein paar Bilder hintereinander zurückzufuchen. Hinter darf ich zu meinen letzten Fragen kommen? die Fragen, die etwas zu tun haben, mit dem alten Menschheitstraum in den Raum hinauszufliegen. Sie haben sich mehrfach, Herr Dr. Braun, geäußert über die Möglichkeiten
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einer Weltraumstation, also einer in einem Kreis um die Erde fliegenden bemannten Station. Könnten Sie sich dazu einmal äußern? Ja, ich glaube, den ersten Anfang in der Richtung haben wir ja jetzt gemacht, indem wir erstmal was Unbemanntes raufgeschickt haben. Und in dem Maße,
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wie größere Raketen zur Verfügung stehen werden, die größere Nutzlasten in der Umlaufbahn tragen können, wird man nur noch versuchen, solche Satelliten wieder herunterzubringen. zunächst instrumentierte Satelliten, dann vielleicht mit Tieren ausgerüstete Satelliten und schließlich, wenn das
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alles schön funktioniert und man kann also solche Satelliten Heil zu Erde runterbringen, auch an die Stelle, wo man sie haben will, das ist sehr wichtig, wird man schließlich eines Tages mal wagen in Menschen reinzusetzen in der Hoffnung, ihn wieder lebendig runterzukriegen.
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Wenn dieses Mal gelungen ist, dann kann man daran denken, im Weltenraum auch etwas mehr permanente Einrichtung sich zu schaffen. die von mir seiner Zeit mal vorgeschlagene Außenstation übrigens nicht ein Gedanke ist, der auf meinem eigenen Mist gewachsen ist sozusagen, sondern der schon von anderen
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Leuten früher vorgeschlagen wurde. Ist nichts weiter als dass man dann Leuten, die im Weltenraum ständig bleiben werden als Beobachter oder als Tankstellenwerter, sagen wir mal, dass man den Wohnquartier besorgt. Man wird natürlich im äh einer solchen in einer solchen Station dann noch
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Laboratorien haben zur Wetterbeobachtung der Erde und zur Beobachtung des Sternhimmels und zum zur Durchführung von physikalischen und medizinischen Experimenten und allen den Sachen, die man im Weltenraum leichter durchführen kann aus auf der Erdoberfläche selbst.
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Das bedeutet aber, dass man eine solche Station konstruieren muss, zusammenbauen muss im Ja, man würde diese Station am Boden fix und fertig bauen und auch mal zusammenbauen und zur Probe und belüften und alle Teile ausprobieren und dann würde man wieder auseinandermen, zerlegen, in einzelnen Teilen
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raufbringen und oben wieder zusammensetzen. oder so was man in Amerika sagt ein prefabricated Job sein. Und nun, wie steht es mit dem Raumflug? Ist der möglich? Wann ist er möglich? Wohin soll es gehen? Ja, ich habe keinen Zweifel darüber, dass es möglich ist. Ich äh beschäftige
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mich äh seit meiner Kindheit mit anderen und ich kann Ihnen versichern, dass ich heute nach, ich weiß nicht, über 25 Jahren in diesem Geschäft äh ernst da an die Sache glaube, denn geht zuvor. Äh, ich bin der festen überzeugen, dass wir innerhalb der nächsten 5 Jahre
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Menschen im Weltenraum haben werden. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir innerhalb der nächsten, sagen wir mal 10 bis 15 Jahre auch Menschen auf Mond haben werden. Wenn ich sage 10 bis 15 Jahren, dann meine ich, es kann in 10 gemacht werden, wenn man es wirklich will.
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Und in 15 wird man es auf alle Fälle haben, weil die Dinge gewöhnlich stärker sind wie die Menschen, die über sowas zu entscheiden haben. Eine Frage also eventuell der Finanzierung und derartiger Probleme. Ja, ausschließlich. Ja. Ja. Herr Dr. von Braun, ich danke
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Ihnen sehr herzlich, dass Sie sich für das deutsche Fernsehen zur Verfügung gestellt haben und Ihre Gedanken vor unserer Zuschauerschaft dargelegt hatten. große Freude gewesen Porske sie mir die Gelegenheit gegeben haben.